Jahresrückblick 2023

Im vergangenen Jahr ist wieder einiges im Projekt passiert. So haben wir zahlreiche Flächen neu erfasst und reevaluiert, z.B. den Großen Thekenberg, und dabei die ein oder andere besonders interessante Art gefunden.

In mehreren Seminaren haben wir unterschiedliche Zielgruppen zu naturnahen Begrünungsmethoden informiert. So gab es im Juni zwei Vortrags-Veranstaltungen in Stendal und Edersleben, sowie im Herbst einen Praxis-Workshop mit Ansaat in Tangerhütte in Kooperation mit dem LPV Altmark-Elbe-Havel-Winkel.

Auch im neuen Jahr planen wir wieder Veranstaltungen zu naturnahen Begrünungen. Die konkreten Termine geben wir dann rechtzeitig hier auf der Homepage sowie über die offenlandinfo-Kanäle auf Instagram und X bekannt.

Wie lege ich ökologisch hochwertige, artenreiche Blühflächen an?

Mit der ökologischen Aufwertung von Grünflächen durch naturnahe Begrünungsmaßnahmen befasste sich unser Praxis-Workshop in Tangermünde am 19. September 2023.

Dabei wurden zunächst kurz die wichtigsten Grundlagen naturnaher Begrünungen besprochen, wie etwa die Verwendung gebietsheimischen Saatguts, die richtige Standortwahl und Bodenvorbereitung.

Nach der Theorie folgte dann der praktische Teil des Workshops, bei dem die erlernten Methoden gleich verinnerlicht werden konnten. Die standortangepasste Saatgutmischung mit 62 verschiedenen heimischen Wildpflanzenarten sowie der Füllstoff wurden jeweils für die 130 m² große Demofläche abgewogen und miteinander vermischt, um dann von Hand ausgebracht zu werden. Im Anschluss wurde die Fläche angewalzt, damit der Bodenschluss der Samen hergestellt wird und diese nach der Keimung nicht vertrocknen. Noch in diesem Herbst sollten die ersten Keimlinge zu sehen sein, die dann als kleine Rosetten überwintern und im bereits in den Startlöchern für das nächste Frühjahr stehen. Künftig wird die Fläche durch den LPV Altmark Elb-Havel-Winkel e.V. gepflegt.

Wer selbst eine Blühfläche anlegen möchte, kann sich hier im Informationssystem naturnahe Begrünungen (InB) informieren. Das Projektteam des Spenderflächenkatasters steht außerdem bei der Planung und Umsetzung solcher Maßnahmen gerne beratend zur Seite.

Veranstaltungsankündigung

Wir vom Spenderflächenkataster wurden als Referent*innen zum Thema Ökologische Grünflächenpflege und Anlage von Blühflächen zur Förderung der Biodiversität für zwei öffentliche Veranstaltungen eingeladen, die in Kürze stattfinden:

Freitag, 23.06.2023, ab 17 Uhr
Landratsamt Stendal
Hospitalstraße 1-2, 39576 Stendal

Donnerstag, 29.06.2023, 9 - 12 Uhr
Gemeindehaus Edersleben

Zu beiden Veranstaltungen laden wir herzlich ein!

Teilnahme am NABU-Frühlingsfest in Wittenberg

Das Spenderflächenkataster-Projekt war am Sonntag, den 26.03.2023 mit einem Info-Stand auf dem Frühlingsfest des NABU Kreisverband Wittenberg e.V. vertreten. Zusammen mit weiteren Initiativen aus der Region boten die Projektmitarbeitenden den Besucher*innen Informationen zu Themen wie naturverträglichem Gärtnern und naturnahen Begrünungen. Die Veranstaltung fand im NABU-Zentrum Stadtwald Wittenberg statt.

Ansaat in Staßfurt unterstützt

Die Salzlandsparkasse wurde am 17.3.2023 bei der Aufwertung einer Grünfläche vor ihrem Hauptsitz in Staßfurt unterstützt. Es wurden zwei Streifen von je etwa 2 m x 40 m mit einer regio-zertifizierten Blühmischung aus 48 Arten eingesät. Zudem wurden durch die Firma WildLand drei Staudenbeete mit ebenfalls gebietsheimischem Pflanzgut angelegt.

Der Hochschulcampus blüht auf

An dem Standort der Hochschule Anhalt in Bernburg wurden in den vergangenen Jahren mehrere Flächen erfolgreich naturnah begrünt. Aktuell lassen sich auf den Flächen die ersten Blüten der Roten Lichtnelke, Wiesenmargerite und Acker-Witwenblume entdecken. Der volle Blühaspekt wird sich in den kommenden Wochen einstellen.

 


 

Anlage einer Wildblumenwiese in Kleingartenverein Schnarsleben e.V. unterstützt

Am 03.05.2022 unterstützen die Mitarbeiterinnen die Anlage einer ca 50 qm großen Wildblumenwiese im Kleingartenverein Schnarsleben e.V. Nach einer gründlichen Bodenbearbeitung wurde eine Mischung aus 44 Wildpflanzen aus zertifizierten Anbau angesät und angewalzt. Da es bereits ein sehr trockenes Frühjahr war, wurde die Fläche am selbigen Abend noch bewässert, um den Samen einen guten Start zu ermöglichen.

 

Link:

https://www.kgv-schnarsleben.com/

 


 

Folgt uns auf Twitter und Instagram!

Regelmäßige Updates rund um Themen wie naturnahe Begrünung und Renaturierung, aber auch Veranstaltungshinweise der Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Sabine Tischew, Prof. Dr. Anita Kirmer, Prof. Dr. Annett Baasch und Prof. Dr. Christina Fischer findet ihr bei Twitter und Instagram:

https://twitter.com/offenlandinfo

https://www.instagram.com/offenlandinfo/

 


 

Blühende Wiesen statt brachliegende Gärten

Der Anfang ist gemacht! Die Hochschule Anhalt unterstützt den Kleingartenverein „Gute Hoffnung“ e.V. in Zörbig bei der Anlage artenreicher Blumenwiesen mit Wildpflanzen. Aus verlassenen Gärten werden optisch und naturschutzfachlich wertvolle Gärten mit artenreichen Wildpflanzenwiesen entwickelt. Herr Beyer – Vorsitzender des Kleingartenvereins erklärte: Bedingt durch das hohe Alter vieler Vereinsmitglieder werden zahlreiche Gärten nicht mehr bewirtschaftet und fallen brach. Um der Öffentlichkeit und den Vereinsmitgliedern dennoch ein optisch ansprechendes Bild der Kleingartenanlage präsentieren zu können, welches nicht sehr arbeitsaufwendig ist und gleichzeitig der Förderung der Biodiversität dient, sollen Wildblumenwiesen angelegt werden. Bei der Planung sowie der fachlichen und praktischen Umsetzung wird der Verein durch Hochschulprojekte unterstützt. Sowohl das „Spenderflächenkataster-Projekt“ als auch ein Blühstreifenprojekt, welche sich mit der Anlage und Pflege artenreicher, naturnaher Wildpflanzenbestände beschäftigen, unterstützen und begleiten das beispielhafte Vorhaben. Jeder kann an biodiversitätsfördernden Maßnahmen mitwirken und wertvolle Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt fördern. So wurde eine Standortangepasste Wildpflanzenmischung durch die Hochschule zusammengestellt und durch den Verein im Herbst 2018 die ersten zwei Gärten mit einem feinen Saatbett vorbereitet. Nachdem die Trockenheit im Jahr 2018 für einige Verzögerung sorgte, konnten Anfang November die erste Einsaat mit einer regionalen Wildblumenmischung erfolgen. Auf einer Gesamtfläche von ca. 500 m2 werden bereits im nächsten Jahr die ersten Blüten zu betrachten sein. Eine Vergrößerung der „wilden“ Blumen-Wiesen und Insektenparadiese im Kleingartenverein um weitere 1.000 m2 ist im kommenden Jahr 2019 geplant. Für den Kauf des Saatgutes wurde der Kleingartenverein bereits durch ansässige Firmen unterstützt, die das Vorhaben gerne fördern.


Stand: 17.03.2022